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Update am 04.09.2016
Dänemark 2004 - Urlaubsseite von Iris und Thomas

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Dänemark 2004

Hirtshals (Tornby) und Binderup

Unsere zweite Dänemarkreise führte uns dieses Jahr nach Hirtshals (Tornby) und Binderup.

 

Hirtshals (Tornby) vom 08.09.2004 - 25.09.204

Anreise und Haus

Dies war bisher unsere längste Anfahrt nach Dänemark. Rund 1150 km mussten wir an einem Stück bewältigen. Dies gelang jedoch aufgrund einer sehr günstigen Verkehrslage ohne Staus relativ problemlos.

Das ist die Beschreibung unseres Hauses lt. Sonne und Stand Katalog:

Prachtvolles Luxusferienhaus aus Holz mit Whirlpool und Sauna, 2003 gebaut, auf einem Naturgrundstück nah am schönen Badestrand gelegen. Großes nach Osten, Süden und Westen gelegenes Terrassenareal mit Gartenmöbeln. Teils Holzböden und teils Teppichböden. Schönes Badezimmer mit 2-Pers. Whirlpool, Waschmaschine, Wäschetrockner, Duschnische und beheiztem Fliesenboden sowie direktem Zutritt zur Sauna. Extra Badezimmer mit Duschnische. Moderne, offene Küche mit Geschirrspülmaschine, Herd mit Ceran-Feld, Tiefkühlgerät sowie Mikrowellengerät. Gut eingerichtetes und hübsch möbliertes Ess- und Wohnzimmer mit Kaminofen, Farb-TV mit Satellitenanschluss, DVD-Spieler und Stereoanlage mit CD-Spieler. Playstation 1 vorh. Offenes Obergeschoß mit 2 Schlafplätzen. Sandkiste, Schaukel, Kinderbett und Kinderhochstuhl zur Verfügung. Ein prachtvolles Luxusferienhaus in schöner Umgebung und dicht an vielen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen.

Hirtshals

Hirtshals sitzt auf einem alten Moränenplateau wie auf einem Ausguck. Wegen dieser Lage bauten deutsche Truppen 1941 Sicherungsanlagen für den Hafen. Hirtshals ist Heimathafen einer großen Schiffereiflotte, deren Servicebetriebe auch fremde Trawler unter teils exotischer Flagge versorgen, die in der Nordsee unterwegs sind. Der Hafen wurde 1919 angelegt und in den 1960ern auf seine heutige Größe erweitert. Er ist heute ein wichtiger Brückenkopf für den Fährverkehr nach Norwegen.

Leuchtturm Hirtshals

Der 1862 gebaute und 35 m hohe Leuchtturm verschafft den besten Überblick über den Hafen und die Stadt. Auf der Aussichtsplattform steht man 54 m über dem Meeresspiegel.

 

Der Leuchtturm ist ein geeigneter Ausgangspunkt, um Spaziergänge entlang der Küste von Hirtshals zu unternehmen.

 

Nordsømuseet Hirtshals

Das Nordsømuseet in Hirtshals ist ein meeresbiologisches Museum mit Europas größtem Salzwasseraquarium und einem Robbenfreigehege.

Am 16. Dezember 2003 wurde das neueste Gebäude des Museums durch einen Brand zerstört. Im Gebäude befand sich das riesige Aquarium "Oceanariet". Das Aquarium selbst entging den schlimmsten Schäden und kann nach einer Renovierung und dem Ersetzen von 3 großen Scheiben wieder in Betrieb genommen werden. Da das Aquarium jedoch erst im Sommer 2005 wieder in Betrieb genommen wird, konnten wir dieses leider nicht besichtigen.

 

Doch auch auch die anderen Sehenswürdigkeiten sind allemal einen Besuch wert. So gibt es ein großes Außenbecken mit Kegelrobben und Seehunden. Im Unterwasserbecken kann man die Bewegungen der Robben bewundern. In den großen und kleinen Aquarien bekommt man einen realistischen Einblick in den Lebensraum Nordsee. Hier befinden sich etwa 70 verschiedene Fischarten und viele andere Meerestiere - von den farbenfrohen Seeanemonen bis zu den 2 Meter langen Meeresaalen. Im Aktivitätsbereich (Fühlbereich) besteht die Möglichkeit, die Finger ins Salzwasser zu tauchen und direkten Kontakt mit einem Seestern, einer Scholle oder einer Flunder aufzunehmen. Im Außenbereich gibt es einen Spielplatz für die Kleinen.

 

Die täglichen Fütterungen der Robben und Seehunde sollte man auf keinen Fall versäumen.

 

Hjørring

Hjørring ist mit ca. 25.000 Einwohnern die Hauptstadt der Region Vendsyssel. Mit Stadtrechten seit dem frühen Mittelalter (1243) konnte es sich prächtig entwickeln: Drei Kirchen aus romanischer Zeit nah beieinander in der Altstadt belegen die frühere Bedeutung. Zur Feier von 750 Jahren Stadtrechten wurde 1993 nach dem Motto "Autos raus, Kunst rein", eine aufwändige Sanierung vorgenommen. Überall stößt man auf moderne Skulpturen dänischer Künstler. Auch wurde ein exzentrisches Wasserspiel geschaffen, das meterhohe Figuren umgeben, die Elemente afrikanischer Kunst mit Symbolen der nordischen Mythologie verbindet.

 

Maarup Kirche Lønstrup

Im Süden Lønstrups liegt die Maarup Kirche. Diese kleine Mittelalterkirche wurde in den Jahren 1200 etwa 2 Kilometer von der Küste entfernt gebaut. Heute steht sie jedoch nur noch wenige Meter neben der Steilküste. Wegen der Küstenerosion kommt die Steilküste jedes Jahr der Kirche 2-3 Meter näher. Auf dem verwehten Friedhof findet man zwischen den alten Gräbern Denkmäler für die 226 ertrunkenen Mariner der Fregatte "The Crescents", die 1806 vor dieser Küste Schiffbruch erlitt. Der Anker wurde später geborgen und am Giebel der Kirche aufgestellt. Die Kirche bildete auch Kulisse für verschiedene Filme. Vom 01. Juni bis 01. September ist die Kirche von 08:00 bis 20:00 Uhr geöffnet.
Sollten durch Abbrüche an den Klippen Skeletteile auf den Strand fallen, darf man sie nicht aufsammeln. Sie werden in Lønstrup auf dem Friedhof wieder beerdigt.

 

Leuchtturm Rudbjerg Knude Lønstrup

Ein ganz anderes Problem hat der Leuchtturm von Rudbjerg Knude. Er strahlte Weihnachen 1900 das erste Mal sein Licht auf das Meer, musste aber 1968 wieder abgeschaltet werden, weil er draußen nicht mehr gesehen werden konnte.

Sand, den Regen und Wellen aus dem Steilufer herausholen, weht der Wind ausgerechnet vor seiner Linse zu einer gewaltigen Düne auf einem Plateau zusammen. 90 Meter ragt inzwischen deren Gipfel über dem Meeresspiegel. Der Sand schob sich vor und inzwischen auch über den Leuchtturm und seine Nebengebäude.

Auch das Museum zum Thema Sandflug, das zwei Jahrzehnte darin zu Hause war, wurde Anfang 2002 vom Thema seiner Ausstellung überrollt und musste auf den alten Hof des Strandvogts von Rudbjerg weiter landwärts umziehen.

 

Skagen

Der Name Skagen steht für die nördlichste Stadt Dänemarks und bietet eine Besonderheit. Es ist die Stadt mit zwei Meeren; der Nord- und der Ostsee. Skagen ist in der Hochsaison einer der lebendigsten Badeorte in Dänemark mit einem internationalen, meist aber skandinavischen Publikum. Das Nachtleben bietet eine breite Palette von urig ursprünglichen Fischerkneipen bis zu Discos und Edelrestaurants. Parallel zum Hafen zieht sich eine Altstadt quer durch Skagen, kaum breiter als ein oder zwei Häuserreihen, dafür aber über 2 km lang.

Eine Frage stellt sich dem aufmerksamen Besucher Skagens: Warum sind die Häuser gelb? Die Häuser in Skagen wurden jedes Jahr zu Pfingsten mit einer Mischung aus Kalk und Ocker gekalkt. Ocker wurde beschafft und verkauft von lokalen Kaufleuten. Wegen Skagens örtlicher Isoliertheit und des Umstandes, dass der Küstenweg schlecht befahrbar war, lagerte man Ocker in großen Mengen. Eines Tages erhielt ein Kaufmann versehentlich französischen Gold-Ocker mit einer kräftigeren Gelbfärbung. Aus diesem Fehler stammt die Farbe "skagengelb".

 

Hafen von Skagen

Skagen ist auch ein wichtiger wichtiger Fischereistandort mit großer Fangflotte, modernen Fischverarbeitungsanlagen und einer Auktionshalle. Ganz munter geht es dort zu, wo sich Lifestyle und Tradition der Stadt begegnen: Am Fiskehuskaj, zwischen Jacht und Fischereihafen. Zwar existieren in der rostrot und weiß gestrichenen Fischpackhäusern noch Fischgeschäfte und Schiffausrüster, doch längst haben Kneipen und Restaurants die Oberhand gewonnen.

 

Leuchtturm Hvide Fyr Skagen

Hvide Fyr, das "Weiße Feuer", ist der älteste im Original erhaltene Skagener Leuchtturm. Er wurde 1748 gebaut und war Skagens erster richtiger Leuchtturm. Bei Bedarf wurde in einem Eisenkorb an der Spitze eine Kohlefeuer gemacht.

 

Leuchtfeuer Vippefyret Skagen

Ein paar Meter weiter Richtung Meer liegt das Vippefyret (Wippfeuer), der Nachbau eines Leuchtfeuers aus dem 17. Jh. Die Konstruktion bestand aus einem Holzbalken auf einem Stativ, an dessen Ende eine Eisenschale mit Feuer oder glühenden Kohle hing. Zum Nachfeuern wurde der Korb auf den Boden gelassen und anschließend wieder 25 m über den Meeresspiegel gewippt.

 

Leuchtturm Grå Fyr Skagen

Kurz vor der Landspitze Grenen steht der Leuchtturm Grå Fyr. Das "Graue Feuer" hat seinen Namen vom äußeren Mauerwerk, wurde 1858 gebaut und soll mit 50 m der höchste dänische Leuchtturm sein. Nach Erklimmen der 210 Stufen kann (allerdings nur am Wochenende) eine phantastische Aussicht über Skagen und die Halbinsel genossen werden.

 

Leuchtturm Skagen Vest

Der jüngste Leuchtturm ist Skagen Vest, ein dünnes Betonminarett. Er wird ferngesteuert und passt irgendwie nicht so richtig in den Bund der anderen alten Leuchttürme auf Skagen.

 

Landspitze Grenen Skagen

Grenen ist der nördlichste Punkt Dänemarks und Mitteleuropas. Grenen ist eine Sandzunge, die sich, von Strömungen ständig neu gestylt, mal mehr nach Osten, mal mehr nach Norden wendet, aber dabei immer mehr weiter ins Meer hinaus Richtung Norwegen wächst. Dort treffen Nord- und Ostsee mit mehr oder weniger Gewalt aufeinander.
Baden ist dort wegen der enormen Strömungen lebensgefährlich und deshalb verboten.

 

An der Landspitze konnten wir einer kleine süße Robbe beim Sonnenbaden zuschauen.

 

 

Die versandete Sct. Laurentii Kirche

Das Wahrzeichen von Skagen ist der Turm der Sct. Laurentii Kirke. Malerisch ragt er in den inzwischen bewaldeten Dünen im Süden der Stadt auf. Die Kirche war im Mittelalter das größte Gotteshaus im ganzen Umkreis. So um 1600 begann dann die Katastrophe: Die Wanderdüne kam wie ein Fluch über das schmale Land zwischen Ost- und Nordsee. Die Bevölkerung kämpfte noch ein paar Jahre mit Schippe und Besen für ihren Weg zu der Kirche, 1795 gaben sie jedoch auf. Die Kirche wurde erschlossen und 1810 das Inventar versteigert. Zu dieser Zeit lebten gerade noch 1000 Menschen in Skagen. Den Verbliebenen kam in ihrer Not der Abriss der Kirche gerade recht, denn gute Steine konnte jeder gebrauchen. Nur der Turm blieb als Seezeichen stehen. Die Düne jedoch wanderte weiter.

 

Råbjerg Mile

Im Süden der Halbinsel liegt die Råbjerg Mile, eine Filiale der Sahara. Diese enorme Wanderdüne ist ein Überrest des verheerenden Sandtreibens, das über einige Jahrhunderte die Gegend um Skagen heimsuchte. Die 2 km lange und 800 m breite Düne schiebt sich über das Land und hat die Halbinsel Skagen fast über die Hälfte überquert. Sie erstickt jedes Leben und schafft in normalen Jahren 8 bis 10 m, bei viel wind aber auch mal 20 m.

 

Binderup vom 25.09.2004 - 02.10.2004

Anreise und Haus

Nach ca. 2 Wochen Nordsee fuhren wir weiter an die Ostsee nach Binderup.

Das ist die Beschreibung unseres Hauses lt. Sonne und Stand Katalog:

Sehr schönes von einem Architekten gezeichnetes Ferienhaus, 2001, auf einem Naturgrundstück in einem attraktiven Ferienhausgebiet gelegen, nur 200 m vom kinderfreundlichen Strand entfernt. Vom Haus sowie vom Grundstück gibt es eine wunderbare Aussicht über das Meer. Große Terrassen mit Gartenmöbeln. Beheizbarer Fliesenboden in der Küche, im Wohnzimmer und in den Badezimmern. 2 hübsche Badezimmer mit Duschnische. Das eine Badezimmer enthält ferner 2-Pers. Whirlpool und Zutritt zur Sauna. Die Küche ist mit Warmluftofen, Herd mit Ceran-Feld, Mikrowellengerät, Tiefkühlgerät und Geschirrspülmaschine ausgestattet. Das komfortable und helle Wohnzimmer ist mit Kaminofen, Stereoanlage mit CD-Spieler, Telefon mit Zähler und Farb-TV mit Satellitenanschluss und Video eingerichtet. Darüber hinaus 2 Schlafplätze im Alkoven und 2 Schlafplätze im offenen Obergeschoß. Waschmaschine, Wäschetrockner, Kinderbett und Kinderhochstuhl vorh. Sandkiste und Schaukel auf dem Grundstück.

Wir haben Binderup als Ausgangspunkt gewählt, um einige interessante Leuchttürme zu besuchen.

Leuchtturm Strib

 

 

Leuchtturm Kasser Odde

 

Leuchtturm Årøsund

 

 

Leuchtturm Insel Årø

 

 

Leuchtturm Nordburg Als

 

Leuchtturm Tranerodde Als

 

Leuchtturm Taksensand Als

 

Seezeichen Mommark Als

 

Leuchtturm Gammel Pøl Lysabildsko Als

 

 

Leuchtturm Kegnæs Als

 

Leuchtturm Lågemad

 

Leuchtturm Rinkenæs

 

Leuchtturm Sletterhage auf der Halbinsel Helgenæs

Auf der Halbinsel ist auf jeden Fall der über hundert Jahre alte Leuchtturm Sletterhage_Fyr einen Besuch wert. Er wurde 1894 unter der Leitung von Leuchtturmingenieur J. S. Fleischer gebaut. Er sah sein Werk jedoch nie vollendet, da er 1893 verstarb.
Der Leuchtturm wurde 1967 modernisiert und 1984 dann vollautomatisiert. Die dort befindliche Küstenwache wurde 1984 aufgelöst. Ebenso aufgelöst wurde der Dienst des Leuchtturmwärters im Jahr 2004 nach 110 Jahren Bemannung.
Die Turmhöhe beträgt 16 m und die Anzahl der Treppenstufen 54.

 

Leuchtturm Fornæs

 

Leuchtturm Gjerrild Nordstrand

 

 

Schloss Sostrup

Das Schloss Sostrup wurde zu Beginn des 17. Jh. gebaut, ist von einem Burggraben umgeben und gehörte einer der mächtigsten Familiendynastien Jütlands, den Grafen Skeel. Sostrup wechselte ab 1807 mehrfach die Besitzer, diente 1945 als Flüchtlingslager und wurde 1960 Zisterzienserkloster inklusive Refugium mit Pensionsbetrieb und Ferienwohnungen in den alten Wirtschaftsgebäuden. Die Parkanlagen sind für die Besucher zugänglich.

 

Ribe

Die Ursprünge der ältesten Stadt Dänemarks liegen bei 705 n. Chr. Wer die Kleinstadt mit rund 8000 Einwohnern besucht, ahnt kaum, dass sie einst alle Voraussetzungen hatte, Großstadt zu werden. Sie war wichtigste Handels- und Hafenstadt, ab dem 8. Jh. Metropole der Wikingerzeit und Standort einer der ersten christlichen Kirchen im Norden. Im frühen 16. Jh. endete jedoch die Blütezeit. Der königliche Hof beendete seine Reisetätigkeit, die ihn regelmäßig nach Ribe gebracht hatte, die Reformation setzte den Aktivitäten der katholischen Kirche ein Ende. Die Versandung der Ribe Å erschwerte den Handel und brachte ihn fast zum Erliegen. Ein Stadtbrand sorgte 1580 noch einmal für rege Bautätigkeit. Der Dreißigjährige Krieg brachte jedoch wieder Zerstörungen und Plünderungen.1634 sorgte eine Jahrtausendflut mit einem Hochwasser, das rund 6 Meter höher war, als sonst, für viele Tote. Dank des Denkmalschutzes Anfang des 20. Jh. sind heute 110 Häuser im historischen Zentrum geschützt. Und um die Idylle abzurunden, nistet seit Jahren regelmäßig ein Storchenpaar auf dem alten Rathaus.

 

Das Bild der Stadt wird vom fünfschiffigen Dom bestimmt.1134-1225 entstand sein romanischer, damals noch dreischiffiger Kern aus Eifeltuff- und Wesersandstein. Die Baumeister, die aus Deutschland kamen, hatten jedoch eines nicht bedacht: Der Dom versinkt im weichen Boden des Marschlandes. Ursprünglich gut 3 m über dem umliegenden Gelände gebaut, steht er jetzt in einer Senke, 2,5 m unter Straßenniveau. Der Untergrund brachte große Probleme mit sich. Die ursprünglichen Westtürme brachen zusammen, später auch Teile des nördlichen Querschiffes. Der kantige Bürgerturm aus rotem Backstein ersetzte 1333 einen zuvor in die Weihnachtsmesse gestürzten Vorgänger und büßte 1593 selbst seine Spitze ein. Um erneute Einstürze zu vermeiden, bekam der verbleibende Stumpf ein Flachdach mit Balustrade. Von dort hat man genießt man eine wunderschöne Aussicht  über Ribe und Umgebung, vorausgesetzt - man erglimmt die 52 m bzw. 248 Treppenstufen. Der kleine Turm an der Südseite könnte aus der Romanik stammen, ist aber nur eine Rekonstruktion aus dem frühen 20. Jh., ebenfalls Ersatz für ein Einsturzopfer.

 

Vom Dom blickt man auf das "Hotel Den Gamle Arrest", das auf eine langjährige Tradition als Beherbergungsbetrieb zurückblickt, nur war die Logis nicht gerade freiwillig. Bis 1989 war hier das städtische Gefängnis. Die meisten Zimmer sind in den geschmackvoll, aber nur geringfügig umgestalteten Zellen eingerichtet.

 

Tønder

Über das Zentrum hinaus ragt der achteckige Turm der Ende des 16. Jh. entstandenen Kristkirke, der noch von der abgerissenen Vorgängerkirche stammt und lange als Seezeichen diente. Er besitzt knapp über den Turmuhren markante Luftlöcher, in denen Stürme durchpfeifen sollen, anstatt die Statik unter Druck zu bringen. Ein Seezeichen war bis Mitte 16. Jh. notwendig, da Tønder bis dahin eine wichtige Hafenstadt war. Erst als Deiche gebaut wurden, um die regelmäßigen Überschwemmungen bei Sturmfluten zu stoppen, versandete die Zufahrt zum Meer.

Tønder blieb aber weiterhin Handels- und Versorgungsort der Region und erlebte im 17. Jh. wieder eine große Zeit mit Spitzenklöppelei. Durch die Ausbeutung von bis zu 12.000 Heimarbeiterinnen wurden die Händler reich. Dies kann man deutlich an den prächtigen Patriziervillen im Zentrum ablesen. Heute wird die Spitzenklöppelei meist als idyllische Folklore dargestellt.

1920 sorgte Tønder für Aufmerksamkeit, weil die Bevölkerung sich bei der Volksabstimmung über die nationale Zugehörigkeit Südjütlands mit großer Mehrheit für Deutschland entschied. Heute lebt die Stadt vom Grenzhandel mit all jenem, was Deutsche gerne in Dänemark kaufen.

Mittelpunkt der Einkaufszone ist der Marktplatz Torvet. An seiner Südostecke kann man in "Det Gamle Apotek" so richtig in den Erzeugnissen des dänischen Kunstgewerbes schwelgen. Darunter ist auch Weihnachtsschmuck, der auch im Hochsommer gekauft wird.

Am Marktplatz im alten Rathaus ist das örtliche i-Büro untergebracht. Ihm gegenüber ermahnt eine Staupe-Figur an die Einhaltung von Recht und Ordnung. Figuren dieser Art, in diesem Fall ist es ein Vollstrecker mittelalterlicher Prügelstrafen in Gottofer Uniform, waren früher in vielen Städten üblich.

 

Møgeltønder

Nicht weit von Tønder liegt Møgeltønder, in dem die Zeit scheinbar stehen geblieben ist. Hauptattraktion ist das Schloss Schackenburg. Dieses erstrahlt in neuem Glanz, weil es in Dänemark bei Hochzeiten von Königskindern üblich ist, für ein "Volksgeschenk " zu sammeln. Bei der Heirat von Prinz Joachim und seiner aus Hongkong stammende Frau Alexandra im November 1995 kamen mehrere Millionen Kronen für die Gebäude und Parkanlagen zusammen.

 

Gleich hinter dem Schloss beginnt am kulinarisch hoch angesehenen "Schackenborg Slotskro" die lindenbesäumte Slotsgade. Reetgedeckte Friesenhäuser, meist im 18. Jh. entstanden säumen rechts und links die kopfsteingepflasterte Straße.

Sie endet neben der ursprünglich romanischen Dorfkirche. Der in der Gotik angebaute Westturm diente vor der Eindeichung der Marschen auch als Seezeichen. Es heute sehr ungewöhnliches Detail war damals 1963 ganz normal: Die Turmuhr besitzt nur einen Zeiger.

 

Auch auf der Insel Fuenen gibt es einige Leuchttürme zu sehen.

Leuchtturm Assens Insel Fuenen

 

Leuchtturm Helnæs Insel Fuenen

 

Leuchtturm Knudshoved Insel Fuenen

 

 

Schloss Egeskov bei Kværndrup Insel Fuenen

Eines der schönsten Wasserschlössern der Renaissance in Europa ist Schloss Egeskov bei Kværndrup. Graf und Gräfin Ahefeldt-Laurvig-Bille haben ihr Anwesen für den Tourismus geöffnet, natürlich gegen Eintrittsgeld. Beim Bau des Schlosses m Jahre 1554 verschwand fast ein ganzer Eichenwald (dänisch Egeskov) im sumpfigen Boden, um das Fundament des Schlosses zu bilden. Das Schloss hat einiges zu bieten: Renaissancegarten mit zu Tierfiguren geschorenen Buchsbaumbüschen, einen Bambus-Irrgarten, einen uralten, seit jeher biodynamischen Kräutergarten.

 

In den Wirtschaftsgebäuden dominiert hingegen die Technik: Landwirtschaftliche Geräte, Kutschen, Autos, Motorräder und Flugzeuge verschiedener Epochen.

 

Zum Schluss kam eine Sammlung alter Falck-Rettungsfahrzeuge hinzu.

 

 

Quelle: Dumont Reisetaschenbuch Dänemark Nordseeküste, Dumont Richtig Reisen Dänemark

 

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